FAMILIENUNTERNEHMEN

„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ – und manchmal kann es sogar ein gut gewachsener bayerischer Radi sein, der die „Wurzel“ alles Guten bildet. Denn angefangen hat alles mit einer auch heute noch beliebten Biergartenspeise, dem Radi. Am Neujahrstag 1896 begannen Georg und Anna Böck mit dem Anfertigen von Kränzen, der Zierpflanzenzucht und den Anbau von Champions und anderem Gemüse – darunter dem bald zu regionaler Beliebtheit gelangendem „böck’schen Radi“ – nachdem in den Biergärten der Stadt ausdrücklich verlangt wurde, so einzig war dessen Güte und Geschmack. Aus einem Hektar Anbaufläche wurden durch Fleiß und unternehmerisches Geschick über die Jahre die fünffache Fläche. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs modernisierte die Familie das Unternehmen und errichtete die ersten Anbauflächen unter Glas. Ein Trend, der sich fortsetzte. Heute werden am Hauptsitz in Neufarn auf 90 ha Freiland- und 10 ha Gewächshausfläche unterschiedlichste Gemüsekulturen und Gemüsepflanzen angebaut. 1985 kam der Anbau von Küchenkräutern und Jungpflanzen hinzu. Heute werden die Produkte aus dem Hause Böck über die Münchener Großmarkthalle oder aber auch direkt an Gartencenter sowie Groß- und Einzelhändler verkauft. Hotels und die Spitzengastronomie vertrauen nicht von Ungefähr auf  Produkte aus Neufarn. Im Jahr 2006 errichtete die Gärtnerei Böck zusammen mit vier landwirtschaftlichen Betrieben eine 625 KW große Biogasanlage. Die dadurch entstehende Abwärme wird zu 100% im Betrieb genutzt. Die 2012 erfolgte Erweiterung der Biogasanlage gewährleistet nun ein tägliches Produktionsvolumen von 1,1 MW Elektrizität sowie 1,2 MW Wärmeenergie – diese wird in einem 3,7 Millionen Liter fassenden Wassertank zwischen gespeichert  und von dort zur rechten Zeit als Wärme zurück an die Pflanzen in den Gewächshäusern gegeben. Der neue Wärmespeicher erlaubt es nun auch, dass der CO²-Ausstoß der am Tag heizenden Gasbrenner komplett zur Düngung der Tomaten verwandt werden kann. Dass neben hochmodernem Energiemanagement die Tradition nicht vergessen wird, auch dafür steht der Name Böck. Denn auch im kommenden Sommer können Sie am Münchner Viktualienmarkt nach dem guten „Radi vom Böck“ fragen und werden ganz sicher lächelnd gut bedient.

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